Verlauf, Substratbenetzung, Gleitfähigkeit — die Additive, die man erst am fertigen Film sieht.
Die meisten Filmfehler entstehen an der Grenzfläche: Krater durch lokale Verunreinigungen, Orangenhaut durch zu hohe Oberflächenspannung, schlechte Benetzung auf kritischen Substraten. Oberflächenadditive senken die Oberflächenspannung der Beschichtung und gleichen lokale Unterschiede aus, bevor der Film erstarrt.
Silikon- und Acrylatbasis verhalten sich dabei unterschiedlich — vor allem bei der Überlackierbarkeit, dem häufigsten Grund für Reklamationen bei mehrschichtigen Aufbauten. Neben dem Verlauf lässt sich über diese Klasse auch die Oberfläche selbst einstellen: Gleitfähigkeit, Kratzfestigkeit und Antiblocking. Beides zugleich zu optimieren ist selten möglich; welcher Effekt Vorrang hat, klären wir am Anwendungsfall.
Worauf es bei der Auswahl ankommt
Zielkonflikt entscheiden: Verlauf, Substratbenetzung oder Oberflächengleit
Überlackierbarkeit erforderlich? Sie schliesst mehrere Typen aus
Silikon- oder Acrylatbasis
Schaumneigung mitprüfen — viele Oberflächenadditive stabilisieren Schaum
Bei Mehrschichtaufbau Haftung der Folgeschicht testen
Richtwerte zur ersten Orientierung — unsere Einordnung als Distributor. Massgebend sind das technische Datenblatt des Herstellers und der Versuch im eigenen System.
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